Skip to main content Skip to page footer

Doppelter Erfolg für die 1. und 2. Herren des TC Lichterfelde 77

Ein kleines Resümee der Sommersaison 2026

Die 1. Herren marschieren ohne Punktverlust durch die Bezirksliga I und steigen auf.
Die 2. Herren bleiben in der Bezirksklasse II ebenfalls ungeschlagen und werden
Gruppensieger. Zwei Mannschaften, die sich zur Saison neu sortiert haben, und eine
Handvoll Tage, die man noch länger in Erinnerung behalten wird.


Es gibt Saisons, die zieht man routiniert durch, und es gibt Saisons wie diese. Schon im
Winter war zu spüren, dass hier etwas entstehen kann. Es wurde gearbeitet, trainiert, gespielt,
und als die Verbandsspiele endlich losgingen, konnte es eigentlich keiner mehr abwarten.
Nach jedem Spieltag stand schon die Frage im Raum, wann es denn endlich weitergeht.
Diese Motivation hat sich durch den gesamten Sommer 2026 gezogen und am Ende stehen
für die Herren des TC Lichterfelde 77 zwei Tabellenspitzen und zwei makellose Bilanzen.
Beide Mannschaften gingen mit einigen Neuzugängen in die Runde und beide haben sich
schneller gefunden, als das irgendjemand erwarten durfte.


1. Herren, fünf Spiele, fünf Siege, kein Zweifel
Die Zahl, die alles erzählt, steht ganz links in der Tabelle. 10:0. Fünf Begegnungen, fünf
Siege, Platz eins in der Bezirksliga I Gruppe C und damit der Aufstieg. Dazu 75:25 Sätze und
487:249 gewonnene Spiele. Wer daraus allerdings einen Spaziergang ableitet, war an keinem
dieser Spieltage dabei.


Der Auftakt Anfang Mai führte auswärts zu starken Tegelern und hatte alles, was eine Saison
prägen kann. Mark Z. verlor seinen ersten Satz mit 2:6, holte sich den zweiten mit 6:4 zurück
und gewann den Match-Tiebreak mit 10:7. Kai R. und Fabian F. lieferten souverän ab, David
M., eigentlich Mannschaftsführer der 2. Herren, half aus und gewann ebenfalls. Nach den
Einzeln stand es 4:2 für Lichterfelde. Im Doppel legten Tobias H. und Mark Z. mit 7:6 und 6:4
nach, Mark S. und David M. machten mit 6:1 und 7:6 den 6:3-Auswärtssieg perfekt. René R.
bekam es mit einem richtig starken Gegner zu tun und zeigte dabei eine sehr ordentliche
Partie. In den entscheidenden Phasen hatte er leider kein Glück, spielerisch hielt er gut
dagegen und ließ sich zu keinem Zeitpunkt hängen.


Eine Woche später gab es im Heimspiel gegen Falkensee die Antwort auf die Frage nach der
Obergrenze. 9:0, dazu 18:0 nach Sätzen. In neun Matches gab Lichterfelde keinen einzigen
Satz ab. Fabian F. schickte seinen Gegner mit 6:0 und 6:0 vom Platz, Pascal W., Mark Z. und
Kai R. verloren in ihren Einzeln zusammen ganze sieben Spiele.


Der Nachmittag, an dem die Saison hätte kippen können, war der 31. Mai in Neukölln. Pascal
W. gab in seinem Einzel nur ein Spiel ab, Mark S. und Mark Z. setzten sich ebenfalls durch,
und Fabian F. entschied seine Partie nach verlorenem zweitem Satz erst im Match-Tiebreak
mit 10:8. Wieder 4:2 nach den Einzeln. Was dann folgte, war Nervenarbeit in Reinform. Tobias
H. und Fabian F. verloren ihr Doppel im Champions-Tiebreak, Mark Z. und Kai R. ebenso.
Dass Pascal W. und Mark S. auf Doppel eins mit 6:4 und 6:2 souverän geliefert hatten, war
letztlich der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage. Beim Endstand von 5:4 wurde an
diesem Tag wirklich um jeden Ball gekämpft.

Im Juli gegen die Preussen sah es lange nach einer unangenehmen Angelegenheit aus.
Pascal W. lag im ersten Einzel bereits mit einem Satz zurück und rettete die Partie erst mit
10:8 im Match-Tiebreak. In die Doppel ging Lichterfelde zwar mit 4:2 in Führung, entschieden
war damit aber noch überhaupt nichts. Dann passierte etwas, das man selten sieht. Alle drei
Doppel verloren den ersten Satz und alle drei drehten ihr Match. Tobias H. und Mark Z. mit
10:4, Pascal W. und Fabian F. mit 10:3, Kai R. und David M. nach einem 6:3 und 2:6 mit
12:10. Drei Comebacks, drei Punkte, 7:2.

Beim Abschluss in Friedrichshain stand am Ende ein 9:0 auf dem Papier, das die Begegnung
nicht annähernd beschreibt. Sportlich gewann Lichterfelde mit 5:4, erst mehrere
Strafwertungen auf gegnerischer Seite machten daraus das Maximalergebnis. Herausragend
an diesem Tag war Nicolas B., der neben den 1. Herren auch in den 2. Herren antritt. Sein
Einzel gewann er mit 6:0 und 6:0, anschließend legte er im Doppel an der Seite von Mark Z.
noch einmal ein 6:0 und 6:0 nach. Vier Sätze, kein einziges abgegebenes Spiel. Pascal W.
entschied sein Einzel wieder im Match-Tiebreak, diesmal mit 10:2.

Bleibt der Blick auf die Konstanten dieser Runde. Mark Z. beendete die Saison als einziger
Spieler mit fünf Siegen aus fünf Einzeln, dazu kommen vier gewonnene Doppel. Pascal W.,
zugleich Mannschaftsführer der 1. Herren, und Fabian F. gewannen jeweils alle vier Einzel,
die sie bestritten. Kai R. kam auf vier Siege bei nur einer Niederlage. Mark S. war in vier von
fünf Begegnungen dabei und gewann drei seiner vier Doppel. Tobias H. hatte im Einzel kein
Glück, war im Doppel aber eine Bank und gewann zusammen mit Mark Z. alle drei
gemeinsamen Auftritte. Und dass mit David M. ein Spieler aus den 2. Herren aushalf und
dabei vier seiner fünf Einzel für beide Mannschaften gewann, sagt einiges über die Breite der
Mannschaft aus.

Was sich in keiner Ergebnisliste wiederfindet, ist das, was neben dem Platz passierte. An
jedem Spieltag stand die halbe Mannschaft am Spielfeldrand, sobald die eigene Partie vorbei
oder noch nicht dran war. Es wurde gecoacht, aufgebaut, mitgefiebert und angefeuert, und
genau dieser Teamgeist hat an den engen Tagen den Unterschied gemacht. Für das leibliche
Wohl sorgte dabei Peter R., der Vater von Kai R., mit einer richtig guten Zwischendurchverpflegung. 

Wer schon einmal zwischen Einzel und Doppel auf der Anlage
stand, weiß, wie viel so etwas wert ist. Ein großer Dank geht außerdem an Nicolas B., der sich
darum gekümmert hat, dass die 1. und die 2. Herren bei jedem Verbandsspiel in einem
gemeinsamen Mannschaftsoutfit aufgetreten sind. Ein Auftritt als Einheit, vom ersten bis zum
letzten Spieltag.

2. Herren, fünf Begegnungen, keine Niederlage
Die 2. Herren haben etwas geschafft, das schwerer ist, als es klingt. Sie sind in keiner
einzigen Begegnung als Verlierer vom Platz gegangen. Drei Siege, zwei Unentschieden, 8:2
Punkte, 22:8 Matchpunkte und damit Gruppensieger der Bezirksklasse II Gruppe C. Ein
Aufstieg ist in dieser Liga nicht möglich, Platz eins aber steht.

Der Auftakt gegen Siemensstadt geriet zur Machtdemonstration, 6:0 und 12:0 nach Sätzen.
Nicolas B. gab im Einzel kein Spiel ab, Luc A. und Nick M. gewannen ebenso klar, einzig
Niklas E. musste im ersten Satz über den Tiebreak. Im Doppel setzten Nicolas B. und Nick M.
mit 6:0 und 6:0 den Schlusspunkt.

Spannender wurde es in Wedding. Luc A. gewann mit 6:4 und 7:5, Nicolas B. deutlich, doch
Philipp H. verlor sein Einzel nach gewonnenem ersten Satz noch im Match-Tiebreak mit 8:10.
Ein besonderes Lob geht an Daan M., der eigentlich bei den Herren 40 zuhause ist und an
diesem Tag kurzerhand einsprang. Er nahm die Herausforderung gegen deutlich jüngere
Gegner an, lieferte sich in Einzel und Doppel umkämpfte Partien und zeigte genau die
Einstellung, von der eine Mannschaft lebt. Am Ende reichte der Doppelsieg von Luc A. und
Philipp H. zum 3:3, einem Punkt, der rückblickend Gold wert war.
Die Heimpartie gegen Medizin Buch endete erneut mit 6:0 und 12:0 Sätzen. David M., Luc A.
und Niklas E. gewannen ihre Einzel ohne Wackler. Jasper L. nutzte seinen einzigen
Saisoneinsatz für einen Doppelpack aus Einzelsieg und einem 6:0, 6:0 im Doppel an der Seite
von Niklas E.
Beim 4:2 in Berlin-Mitte lieferte Luc A. dann sein Meisterstück. Den ersten Satz verlor er mit
3:6, den zweiten holte er sich mit 7:5 und im Match-Tiebreak setzte er sich mit 11:9 durch.
David M. und Philipp H. gewannen souverän, und das Doppel David M. mit Luc A. machte mit
6:4 und 6:0 den Auswärtssieg klar. Für Niklas E. war es der eine Tag, an dem trotz großer
Motivation leider nichts zusammenlief.

Den Schlusspunkt setzte Ende August das 3:3 gegen den starken Tabellenvierten aus
Biesdorf. Luc A. und Niklas E. erwischten die beiden bestplatzierten Gegner und hatten das
Nachsehen, Nick M. und Philipp H. glichen mit zwei klaren Zwei-Satz-Siegen aus. Und als es
im letzten Doppel um den Punkt und damit um die Tabellenspitze ging, lieferten ausgerechnet
Niklas E. und Nick M. mit 6:3 und 7:5.

Auch hier lohnt der Blick auf die Bilanzen. Luc A. war mit vier Siegen aus fünf Einzeln und vier
gewonnenen Doppeln der konstanteste Spieler der Mannschaft. Niklas E. kam auf zwei
Einzelsiege, war im Doppel mit drei Erfolgen aber ein Faktor. Philipp H. steckte die bittere
Match-Tiebreak-Niederlage in Wedding weg und gewann danach beide Einzel klar. Nicolas B.
blieb im Einzel ohne Satzverlust. Nick M. ging als Einziger komplett ungeschlagen aus der
Saison, zwei Einzel, zwei Doppel, viermal gewonnen. Bemerkenswert dabei sein Jahrgang
2011. Mit 14 Jahren gegen Erwachsene so aufzutreten, ist alles andere als selbstverständlich.
Die schönste Randnotiz liefert die Familie gleich mit, denn mit Daan M. stand auch Nicks
Vater in derselben Mannschaft. Zwei Generationen, ein Team. Organisiert wurde das Ganze
von Mannschaftsführer David M., Jahrgang 2009, der die Saison zudem mit einer Bilanz von
7:1 aus Einzeln und Doppeln abschloss.

Was bleibt
Zwei Mannschaften, die sich neu zusammengesetzt haben. Zwei Mannschaften, die am Ende
oben standen. Dazwischen liegen sechs im Match-Tiebreak entschiedene Matches, drei
gedrehte Doppel an einem einzigen Nachmittag, mehrere Begegnungen ohne abgegebenen
Satz und eine Menge Abende, an denen niemand besonders schnell nach Hause wollte.
Ausruhen ist trotzdem nicht angesagt. In wenigen Wochen beginnt die Hallensaison, und
beide Mannschaften werden auch im Winter 26/27 wieder alles geben. Die 1. Herren treten im
kommenden Sommer eine Klasse höher an, mit allem, was dazugehört. Die 2. Herren haben
gezeigt, dass sie in ihrer Liga nicht zu schlagen sind. Glückwunsch an alle, die dabei waren,
und auf einen Winter, in dem der Hunger genauso groß bleibt.